WordPress absichern 2025 – Die vollständige Sicherheitscheckliste für Unternehmen

WordPress absichern 2025 ist wichtiger denn je: WordPress ist mit über 43 % Marktanteil das meistgenutzte CMS weltweit – und damit auch das meistangegriffene. Täglich werden zehntausende WordPress-Installationen kompromittiert: durch Brute-Force-Angriffe auf den Login, veraltete Plugins mit bekannten Schwachstellen, unsichere Hosting-Konfigurationen und gestohlene Zugangsdaten.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen alle wichtigen Sicherheitsmaßnahmen aus der Praxis. Wir betreuen WordPress-Installationen für Unternehmenskunden und kennen die häufigsten Angriffsvektoren und ihre Lösungen. Die Maßnahmen sind nach Aufwand und Wirkung priorisiert – beginnen Sie mit dem Abschnitt der den größten Soforteffekt bringt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum WordPress-Sicherheit so wichtig ist
  2. Passwörter und Benutzer-Sicherheit
  3. Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten
  4. Updates: Der wichtigste Schutz überhaupt
  5. Login-Seite absichern
  6. XML-RPC deaktivieren
  7. .htaccess Sicherheitskonfiguration
  8. Datei-Berechtigungen korrekt setzen
  9. Sicherheitsplugins
  10. PHP-Ausführung im Uploads-Verzeichnis sperren
  11. Sicherheits-Header konfigurieren
  12. Backups – die letzte Verteidigung
  13. Hosting-Sicherheit
  14. Nach einem Hack: Wiederherstellung
  15. WordPress-Sicherheits-Checkliste

1. Warum WordPress absichern 2025 so wichtig ist

Laut dem WordPress Vulnerability Report 2024 werden täglich über 90.000 WordPress-Seiten Ziel von Hackerangriffen. Die Konsequenzen einer kompromittierten Installation sind erheblich:

  • Phishing-Seiten auf Ihrer Domain schädigen Ihren Ruf nachhaltig
  • Gestohlene Kundendaten lösen DSGVO-Bußgelder aus (bis 4 % des Jahresumsatzes)
  • SEO-Spam (Hidden Links, Redirect-Hacks) zerstört Ihre Google-Rankings
  • Ransomware verschlüsselt Ihre Daten und fordert Lösegeld
  • Wiederherstellungskosten: professionelle Bereinigung kostet 500–3.000 Euro

Die häufigsten Eintrittsvektoren laut aktuellen Studien:

Angriffsvektor Anteil Schutzmaßnahme
Veraltete Plugins 56 % Automatische Updates, Plugin-Monitoring
Schlechtes Hosting 22 % Professionelles Managed Hosting
Schwache Passwörter 8 % Passwort-Manager, 2FA
Veralteter Core 6 % Automatische Minor-Updates
Unsichere Themes 8 % Nur vertrauenswürdige Themes nutzen

2. Passwörter und Benutzer-Sicherheit

Wenn Sie WordPress absichern 2025 wollen, beginnen Sie hier. Die Passwortsicherheit ist die erste Verteidigungslinie – und die am häufigsten vernachlässigte.

Passwort-Anforderungen für Admin-Accounts

Das BSI und NIST empfehlen für Administrator-Accounts:

  • Mindestlänge: 16 Zeichen
  • Zufällig generiert – kein Bezug zu Personen, Firma oder Datum
  • Einzigartiges Passwort pro Dienst – niemals wiederverwenden
  • Verwaltung mit einem Passwort-Manager (Bitwarden empfohlen, kostenlos und Open Source)

Benutzernamen „admin“ sofort ersetzen

Der Benutzername „admin“ ist das erste Ziel jedes Brute-Force-Angriffs. Prüfen Sie ob dieser Account existiert:

  1. Neuen Administrator-Account mit anderem Benutzernamen erstellen
  2. Alle Beiträge auf den neuen Account übertragen
  3. Den „admin“-Account löschen

Minimales Berechtigungsprinzip

Vergeben Sie nur die notwendigen Rechte: Ein Redakteur braucht kein Administrator-Konto. Ein Autor braucht kein Redakteur-Konto. Überprüfen Sie alle Benutzer-Accounts regelmäßig und entfernen Sie inaktive Accounts sofort.

3. Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten

2FA macht Brute-Force-Angriffe praktisch wirkungslos, selbst wenn das Passwort kompromittiert wird. Für alle WordPress-Admin-Accounts sollte 2FA Pflicht sein – das ist die effektivste Einzelmaßnahme um WordPress absichern 2025 umzusetzen.

Empfohlene 2FA-Plugins:

  • Two Factor (offizielles WordPress-Plugin, kostenlos): TOTP (Google Authenticator, Authy), E-Mail-Codes, Backup-Codes
  • WP 2FA: Benutzerfreundlicher, mehr Konfigurationsoptionen, auch für Nicht-Admins erzwingbar

Die Einrichtung dauert 5 Minuten und bietet maximalen Schutz. Kein Aufwand, der sich mehr lohnt.

4. Updates: Der wichtigste Schutz überhaupt

Veraltete Software ist der häufigste Eintrittspunkt. WordPress-Sicherheitsupdates müssen innerhalb von 24–48 Stunden eingespielt werden – nicht erst wenn Zeit ist.

Automatische Updates sinnvoll konfigurieren

In wp-config.php:

// Minor-Updates (Sicherheitsupdates) automatisch einspielen:
define('WP_AUTO_UPDATE_CORE', 'minor');

// Optional: alle Plugin-Updates automatisch (nur wenn Staging vorhanden):
// add_filter('auto_update_plugin', '__return_true');

Empfehlung für Produktions-Webseiten: Automatische Core-Sicherheitsupdates aktivieren. Plugin-Updates auf Staging testen, dann manuell auf Produktion einspielen. Vor jedem Update Backup erstellen.

Schwachstellen-Monitoring

Wordfence und Patchstack überwachen Ihre Installation auf bekannte Schwachstellen in installierten Plugins und alarmieren Sie sofort wenn eine verwundbare Version gefunden wird. Diese Überwachung ist unverzichtbar – auch wenn Sie alle Updates zeitnah einspielt.

5. Login-Seite absichern

Die Login-Seite unter /wp-login.php ist das primäre Ziel von Brute-Force-Angriffen. Automatische Bots testen täglich hunderte Passwort-Kombinationen.

Login-Versuche limitieren

Das Plugin Limit Login Attempts Reloaded blockiert IP-Adressen nach zu vielen Fehlversuchen automatisch. Empfohlene Konfiguration:

  • 5 fehlgeschlagene Versuche → 20 Minuten Sperrung
  • 5 Lockouts → 24 Stunden Sperrung
  • E-Mail-Benachrichtigung bei Lockout aktivieren

Login-URL ändern

WPS Hide Login ändert die Login-URL von /wp-login.php auf eine beliebige andere URL (z. B. /mein-bereich/). Das reduziert automatisierte Angriffe erheblich. Hinweis: Dies ist Security durch Obscurity – kein Ersatz für starke Passwörter und 2FA, aber eine sinnvolle zusätzliche Maßnahme.

IP-Whitelist für Admin-Zugang

Wenn Sie immer von denselben IPs auf WordPress zugreifen, können Sie den Zugang per .htaccess einschränken:

<Files wp-login.php>
  Order deny,allow
  Deny from all
  Allow from 203.0.113.10
</Files>

6. XML-RPC deaktivieren

WordPress‘ XML-RPC-Schnittstelle (xmlrpc.php) wird von den meisten Installationen nicht benötigt, öffnet aber eine gefährliche Hintertür: Amplifikations-Brute-Force-Angriffe können tausende Passwort-Kombinationen in einem einzigen Request testen.

Deaktivierung in .htaccess:

<Files xmlrpc.php>
  Order deny,allow
  Deny from all
</Files>

Ausnahme: Wenn Sie Jetpack, die mobile WordPress-App oder andere Services nutzen die XML-RPC benötigen, beschränken Sie den Zugang auf die jeweiligen IP-Ranges statt es komplett zu sperren.

7. .htaccess Sicherheitskonfiguration

Fügen Sie diese Sicherheits-Konfiguration in Ihre Root-.htaccess ein (unterhalb der WordPress-Standard-Rewrite-Regeln):

# Sicherheits-Header
<IfModule mod_headers.c>
  Header set X-Content-Type-Options "nosniff"
  Header set X-Frame-Options "SAMEORIGIN"
  Header set X-XSS-Protection "1; mode=block"
  Header set Referrer-Policy "strict-origin-when-cross-origin"
</IfModule>

# wp-config.php schützen
<Files wp-config.php>
  Order allow,deny
  Deny from all
</Files>

# .htaccess selbst schützen
<Files .htaccess>
  Order allow,deny
  Deny from all
</Files>

# PHP in wp-includes blockieren
RewriteRule ^wp-includes/[^/]+.php$ - [F,L]

8. Datei-Berechtigungen korrekt setzen

Falsche Datei-Berechtigungen sind eine häufige Sicherheitslücke. Die sichere Konfiguration:

# Verzeichnisse: 755
find /var/www/html -type d -exec chmod 755 {} ;

# Dateien: 644
find /var/www/html -type f -exec chmod 644 {} ;

# wp-config.php: 440 (nur lesen, kein Schreiben)
chmod 440 /var/www/html/wp-config.php

9. PHP-Ausführung im Uploads-Verzeichnis sperren

Angreifer laden häufig als Bild-Upload getarnte PHP-Webshells hoch und führen diese dann aus. Diese Schwachstelle schließen:

<Directory "/var/www/html/wp-content/uploads">
  <FilesMatch ".php$">
    Order Deny,Allow
    Deny from All
  </FilesMatch>
</Directory>

Das ist eine der wirkungsvollsten Einzelmaßnahmen wenn Sie WordPress absichern 2025 wollen.

10. Backups – die letzte Verteidigung

Kein Sicherheitssystem ist 100 % sicher. Backups sind Ihre letzte Verteidigung. Die 3-2-1-Regel:

  • 3 Kopien der Daten
  • 2 verschiedene Speichermedien
  • 1 Off-Site-Kopie (nicht auf demselben Server)

Empfohlene Backup-Plugins für WordPress:

  • UpdraftPlus (kostenlos/Premium): Speicherung auf S3, Google Drive, SFTP, tägliche Backups
  • BackWPup: kostenlose Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang

Führen Sie regelmäßige Restore-Tests durch. Ein Backup das nicht wiederhergestellt werden kann, ist nutzlos.

15. WordPress-Sicherheits-Checkliste 2025

  • ☐ Starke, einzigartige Passwörter für alle Admin-Accounts
  • ☐ 2FA für alle Administratoren aktiviert
  • ☐ Benutzername „admin“ ersetzt
  • ☐ WordPress Core, Plugins, Themes aktuell
  • ☐ Automatische Sicherheitsupdates aktiviert
  • ☐ Login-Versuche limitiert (Limit Login Attempts Reloaded)
  • ☐ Login-URL geändert (WPS Hide Login)
  • ☐ XML-RPC deaktiviert (wenn nicht benötigt)
  • ☐ .htaccess: wp-config.php und .htaccess geschützt
  • ☐ PHP-Ausführung im Uploads-Verzeichnis gesperrt
  • ☐ Datei-Berechtigungen korrekt (755/644/440)
  • ☐ Sicherheits-Header konfiguriert
  • ☐ Wordfence oder Sucuri installiert und konfiguriert
  • ☐ Tägliche Backups mit Off-Site-Speicherung
  • ☐ Regelmäßige Restore-Tests

WordPress absichern 2025: Professionelles Sicherheitskonzept für Unternehmen

WordPress absichern 2025 bedeutet für Unternehmen mehr als nur ein Sicherheitsplugin zu installieren. Ein professionelles Sicherheitskonzept schützt Ihre Investition, Ihre Kundendaten und Ihre Reputation.

DSGVO und WordPress-Sicherheit

Die DSGVO verpflichtet Unternehmen zu angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOMs) zum Schutz personenbezogener Daten. Für eine WordPress-Webseite die Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen oder Benutzer-Accounts verwaltet, sind das konkret:

  • HTTPS/TLS-Verschlüsselung (verpflichtend)
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates (verpflichtend)
  • Zugriffskontrollen und minimale Berechtigungen (verpflichtend)
  • Backup und Wiederherstellbarkeit (verpflichtend)
  • Dokumentation aller Maßnahmen im Verarbeitungsverzeichnis

WordPress-Sicherheit als kontinuierlicher Prozess

Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Empfohlener Rhythmus:

Frequenz Maßnahme
Täglich Backup prüfen, Uptime-Monitor
Wöchentlich Plugin/Theme-Updates einspielen, Login-Log prüfen
Monatlich Malware-Scan, Benutzer-Accounts prüfen, PHP-Version aktuell?
Quartalsweise Vollständiger Sicherheits-Audit, SSL-Zertifikat-Ablauf prüfen
Jährlich Passwörter rotieren, Backup-Strategie überprüfen, Wiederherstellungstest

WordPress-Sicherheitsplugins im Vergleich

Drei Plugins dominieren den WordPress-Sicherheitsmarkt. Für ein professionelles WordPress absichern 2025 empfehlen wir eine Kombination:

Wordfence Security (kostenlos / Premium)

Wordfence ist das meistinstallierte WordPress-Sicherheitsplugin mit über 4 Millionen aktiven Installationen. Die Gratis-Version bietet bereits soliden Schutz:

  • Web Application Firewall (WAF) mit Regelupdates (30 Tage verzögert bei Gratis)
  • Malware-Scanner der Kerndateien, Themes und Plugins
  • Brute-Force-Schutz und Login-Begrenzung
  • Traffic-Analyse und Blocking verdächtiger IPs
  • E-Mail-Benachrichtigungen bei Sicherheitsproblemen

Premium (99 $/Jahr): Echtzeit-Firewall-Regelupdates, IP-Reputationslisten, Country-Blocking, Premium-Support.

Sucuri Security (kostenlos / Premium)

Sucuri ist stärker auf Auditing und Monitoring fokussiert als auf aktive Blockierung:

  • Security Activity Auditing (wer hat was wann geändert)
  • File Integrity Monitoring (wurden Kerndateien verändert?)
  • Malware-Remote-Scan
  • Post-Hack Security Actions (Passwörter zurücksetzen, Plugin-/Theme-Liste)

iThemes Security (kostenlos / Pro)

iThemes Security bietet viele Einzel-Features in einem Plugin gebündelt. Nützlich für Administratoren die eine zentrale Verwaltung bevorzugen.

Sicherheits-Header: Schutz gegen häufige Angriffe

HTTP-Sicherheits-Header schützen Besucher vor häufigen Angriffen wie Cross-Site-Scripting (XSS) und Clickjacking. Diese Header können in der .htaccess oder im Nginx-Konfiguration gesetzt werden:

# Content Security Policy (Basis-Konfiguration)
Header set Content-Security-Policy "default-src 'self'; script-src 'self' 'unsafe-inline' 'unsafe-eval'; style-src 'self' 'unsafe-inline';"

# Prevents MIME-type sniffing
Header set X-Content-Type-Options "nosniff"

# Prevents Clickjacking
Header set X-Frame-Options "SAMEORIGIN"

# Forces HTTPS
Header set Strict-Transport-Security "max-age=31536000; includeSubDomains"

# Controls Referrer information
Header set Referrer-Policy "strict-origin-when-cross-origin"

Prüfen Sie Ihre Sicherheits-Header kostenlos mit securityheaders.com. Eine A-Bewertung sollte das Ziel sein.

WordPress-Hosting: Sicherheit beginnt beim Server

Viele WordPress-Sicherheitsprobleme haben ihren Ursprung nicht im WordPress-Code, sondern in der Hosting-Konfiguration. Was ein guter Managed-WordPress-Hoster bieten sollte:

  • PHP auf aktueller Version: PHP 7.4 ist seit November 2022 End-of-Life und erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Mindestanforderung 2025: PHP 8.2 oder höher
  • Verzeichnis-Isolation: Jede Webseite läuft in einem isolierten PHP-FPM-Pool. Ein gehackter Nachbar kann nicht auf Ihre Dateien zugreifen
  • Automatische Backups: Tägliche Backups mit mindestens 30-Tage-Retention, Off-Site-Speicherung
  • ModSecurity / WAF: Web Application Firewall auf Server-Ebene als zusätzliche Schutzschicht
  • DDoS-Schutz: Cloudflare oder ähnliche DDoS-Mitigation vor dem Server

Nach einem WordPress-Hack: Wiederherstellung

Was tun wenn Ihre WordPress-Seite trotz aller Vorkehrungen gehackt wurde? Vorgehen Schritt für Schritt:

  1. Seite offline nehmen: Aktivieren Sie den WordPress-Wartungsmodus oder setzen Sie die Seite auf Coming-Soon. Verhindern Sie dass Besucher mit Malware in Kontakt kommen.
  2. Backup erstellen: Auch vom kompromittierten Stand – für forensische Analyse
  3. Backup wiederherstellen: Spielen Sie das letzte saubere Backup ein
  4. Alle Passwörter ändern: WordPress-Admin, FTP, Datenbank, Hosting-Panel, E-Mail
  5. 2FA aktivieren: Falls noch nicht geschehen
  6. Einfallstor identifizieren: Server-Logs analysieren – wie kam der Angreifer rein?
  7. Plugins prüfen: Gibt es bekannte Schwachstellen in installierten Plugins?
  8. Google informieren: Falls die Seite in Google als gehackt markiert wurde, Überprüfung in der Search Console beantragen

WordPress absichern 2025: Erweiterte Maßnahmen für Unternehmenswebseiten

Neben den Basis-Maßnahmen gibt es weitere Schritte die eine professionelle WordPress-Installation von einer durchschnittlichen abheben:

Datenbank-Präfix ändern

WordPress nutzt standardmäßig den Tabellenpräfix wp_. SQL-Injection-Angriffe zielen oft auf diesen bekannten Präfix. Ändern Sie ihn bei Neuinstallationen zu etwas Einzigartigem wie tm4x_. Bei bestehenden Installationen ist die Änderung möglich aber aufwendig – das Plugin Better WP Security automatisiert es.

wp-config.php außerhalb des Web-Roots

WordPress sucht wp-config.php automatisch auch ein Verzeichnis über dem Web-Root. Wenn Ihre Verzeichnisstruktur es erlaubt, verschieben Sie wp-config.php aus /var/www/html/ nach /var/www/ – dann ist sie über HTTP nicht erreichbar selbst wenn .htaccess-Regeln versagen.

WordPress REST API absichern

Die WordPress REST API (/wp-json/) ist standardmäßig öffentlich zugänglich und gibt Informationen über registrierte Benutzer preis. Beschränken Sie den Zugang für nicht-authentifizierte Anfragen:

// In functions.php oder einem Plugin:
add_filter('rest_authentication_errors', function($result) {
    if (!empty($result)) return $result;
    if (!is_user_logged_in()) {
        return new WP_Error('rest_not_logged_in', 'Authentifizierung erforderlich.', ['status' => 401]);
    }
    return $result;
});

Ausnahme: Wenn Ihr Theme oder Plugins die REST API für öffentliche Funktionen nutzen (z. B. Gutenberg-Blöcke), testen Sie sorgfältig nach der Einschränkung.

WordPress hinter Cloudflare absichern

Cloudflare bietet als kostenloser Service erhebliche Sicherheitsvorteile für WordPress:

  • DDoS-Schutz: Cloudflare absorbiert volumetrische Angriffe bevor sie Ihren Server erreichen
  • WAF (Firewall): Kostenlose Basis-WAF-Regeln blockieren bekannte WordPress-Angriffsmuster
  • Bot-Schutz: Automatische Erkennung und Blockierung von Scraper-Bots
  • Rate Limiting: Begrenzt Anfragen pro IP auf sensible Endpunkte wie /wp-login.php

Beim Einsatz von Cloudflare: Konfigurieren Sie WordPress für die echten IP-Adressen (Cloudflare leitet Traffic weiter). Das Plugin Cloudflare (offiziell von Cloudflare) erledigt das automatisch.

Monitoring und Alerting

Ein professionelles WordPress absichern 2025 Konzept umfasst auch Monitoring. Was Sie überwachen sollten:

  • Uptime-Monitoring: UptimeRobot (kostenlos, 5-Minuten-Intervall) benachrichtigt bei Ausfällen
  • SSL-Zertifikat-Ablauf: Zertifikate ablaufen zu lassen ist ein häufiger Fehler – Monitoring beugt vor
  • WordPress-Versionsprüfung: Ist Ihr WordPress noch aktuell? Die Search Console warnt manchmal, aber aktives Monitoring ist besser
  • Login-Anomalien: Wordfence sendet Alerts bei ungewöhnlichen Login-Mustern
  • Änderungen an Kerndateien: Sucuri überwacht ob WordPress-Kerndateien verändert wurden

WordPress-Sicherheit für WooCommerce-Shops

Wenn auf Ihrer WordPress-Installation WooCommerce läuft, gelten zusätzliche Sicherheitsanforderungen – insbesondere wenn Zahlungsdaten verarbeitet werden:

  • PCI-DSS Compliance: Kreditkartendaten dürfen nie auf Ihrem Server gespeichert werden – nutzen Sie nur PCI-konforme Zahlungsanbieter (Stripe, PayPal, Mollie)
  • SSL überall erzwingen: Nicht nur auf Checkout-Seiten, sondern sitewide
  • Bestelldaten schützen: Limitieren Sie den Zugriff auf WooCommerce-Bestelldaten auf die benötigten Mitarbeiter
  • Fraud-Protection: WooCommerce Anti-Fraud-Plugins reduzieren betrügerische Bestellungen

TOSMedia bietet WordPress-Wartungspakete die alle Sicherheitsaspekte abdecken – von Updates über Backups bis zur Sicherheitsüberwachung. Sprechen Sie uns an:

WordPress absichern 2025: Häufige Fragen (FAQ)

Reicht ein Sicherheitsplugin aus? Nein. Sicherheitsplugins sind ein wichtiger Teil eines Sicherheitskonzepts, aber kein Allheilmittel. Starke Passwörter, 2FA, zeitnahe Updates und korrekte Datei-Berechtigungen sind genauso wichtig – und können kein Plugin ersetzen.

Muss ich wirklich täglich Backups machen? Für Unternehmenswebseiten die regelmäßig aktualisiert werden: ja. Für statische Seiten die selten geändert werden: wöchentlich ist ausreichend. Entscheidend ist der RPO (Recovery Point Objective) – wie viel Datenverlust können Sie tolerieren?

Was kostet professionelle WordPress-Sicherheitsbetreuung? TOSMedia bietet WordPress-Wartungspakete ab 49 Euro/Monat inklusive Updates, Backups, Sicherheitsüberwachung und Support. Im Vergleich zu den Kosten einer Bereinigung nach einem Hack (500–3.000 Euro) eine sinnvolle Investition.

WordPress absichern 2025: Multisite-Installationen

WordPress Multisite stellt besondere Sicherheitsanforderungen da eine kompromittierte Sub-Site alle anderen gefährden kann. Wichtige Maßnahmen für Multisite-Installationen:

  • Super-Admin-Rechte extrem restriktiv vergeben – nur der Hauptadministrator
  • Plugins nur netzwerkweit aktivieren und auf Sicherheit geprüft
  • Jede Sub-Site hat ihren eigenen Backup-Prozess
  • Upload-Verzeichnisse per Sub-Site-ID getrennt und einzeln absicherbar

WordPress-Sicherheit und Google Search Console

Google warnt Webseiten-Betreiber über die Search Console wenn Ihre Seite als gehackt oder mit Malware infiziert erkannt wird. Richten Sie die Search Console für Ihre Seite ein und aktivieren Sie E-Mail-Benachrichtigungen. Google informiert Sie dann zeitnah über Sicherheitsprobleme die sonst unbemerkt bleiben könnten – wie versteckte Weiterleitungen oder Pharma-Spam-Injektionen die nur für Suchmaschinen sichtbar sind.

WordPress absichern 2025: Besonderheiten bei Agentur-Installationen

Agenturen die WordPress-Seiten für Kunden betreuen, stehen vor zusätzlichen Herausforderungen. Jede Kundenseite ist eine potenzielle Angriffsfläche – und ein gehackter Kundenshop kann das Agentur-Renommee erheblich beschädigen.

Bewährte Sicherheitspraktiken für Agenturen:

  • Zentrales Update-Management: Tools wie ManageWP oder MainWP ermöglichen es, Updates für alle Kundenseiten von einem Dashboard aus einzuspielen. Das spart Zeit und verhindert veraltete Installationen.
  • Getrennte Hosting-Konten: Jede Kundenseite läuft in einer isolierten Hosting-Umgebung. Ein kompromittierter Kunde infiziert keine anderen.
  • Dokumentierte Zugangsdaten: Verwalten Sie alle WordPress-Admin-Zugänge und FTP-Daten in einem gesicherten Password-Manager wie Bitwarden Teams oder 1Password Business.
  • Incident-Response-Plan: Was tun wenn ein Kunde gehackt wird? Definieren Sie vorher: wer wird informiert, wer führt die Bereinigung durch, wie wird kommuniziert?

White-Label WordPress-Wartung durch TOSMedia

TOSMedia bietet White-Label-WordPress-Wartung für Agenturen an. Sie bieten Ihren Kunden Wartungspakete unter Ihrem Namen an – wir führen die technischen Arbeiten im Hintergrund durch. Monatliche Reports, Sicherheitsüberwachung und priorisierter Support inklusive. Ideal für Agenturen die ihren Kunden einen professionellen Service bieten möchten ohne eigenes IT-Personal aufzubauen.

TOSMedia WordPress-Wartungspakete

Wenn Ihnen das alles zu komplex erscheint, übernehmen wir es gerne komplett. Unsere WordPress-Wartungspakete umfassen wöchentliche Updates von Core, Plugins und Themes, tägliche Backups mit 30-Tage-Retention auf externem Storage, monatliche Sicherheits-Scans, SSL-Überwachung und Uptime-Monitoring. Im Schadensfall übernehmen wir die Bereinigung ohne zusätzliche Stundensätze – das ist im Wartungspaket enthalten. Ein kompromittiertes WordPress zu bereinigen kostet ohne Schutzpaket erfahrungsgemäß 3 bis 6 Stunden Arbeitszeit zuzüglich etwaiger Datenverluste. Investieren Sie lieber vorher in Prävention als nachher in Schadensbegrenzung. Als langjähriger WordPress-Partner in Bergisch Gladbach und Köln betreuen wir Unternehmenswebseiten aller Größen – von der einfachen Unternehmenswebseite bis zum WooCommerce-Shop mit tausenden Produkten. WordPress absichern 2025 ist dabei immer ein zentrales Thema in unserer Arbeit.

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